Übersichtskarte

Home sweet home

Donnerstag, 16.05.2013

Gut angekommen

Thailand

Donnerstag, 25.04.2013

folgt...vielleicht ;)

Welcome in Down Under

Mittwoch, 10.04.2013

Jetzt bin ich schon wieder drei Wochen in Australien und komme endlich mal zum Schreiben. Viel zu berichten gibt es allerdings nicht, da ich beschlossen habe es hier eher ruhig angehen zu lassen. Aufgrund von viel zu großen Distanzen und viel zu hohen Kosten, habe ich mich hier den normalen  Touristenrouten entzogen.

Die erste Woche habe ich in Adelaide verbracht, bei Freuden (Ryan und Richard), mit denen ich in Ecuador gereist bin (Canyoning in Banos). So kam ich zunächst in den Genuss eines eigenen Zimmers mit Queensize Bett und eigenem Badezimmer im Haus der Familie von Ryan. Das war nach zwei Wochen in unserer Hüttenunterkunft schon unerwarteter Luxus. Richard musste unter der Woche immer zur Uni, woher ich meine Zeit großteils mit Ryan verbracht hab, der liebend gerne den Tourguide gespielt hat und mir die Gegend gezeigt hat. Es ging in ein deutsches Dorf (Hahndorf), zu umliegenden Stränden, auf den höchsten „Berg“ der Region und natürlich auch in die Stadt, welche mir sehr gut gefallen hat. Nicht wirklich groß aber groß genug. Am Wochenende konnte ich dann auch noch miterleben, wie in Australien der 21. Geburtstag gefeiert wird. Das ist hier der „wichtigste“ Geburtstag. Es handelt sich meist um eine große Party unter einem bestimmten Motto. Die meisten Freunde, sowie auch Familienmitglieder (Eltern/ Großeltern, Tanten, Onkels etc.) sind anwesend und einige Glückliche dürfen dann sogar eine kleine Rede halten, die bestenfalls die Menge zum Lachen bringt. Ich muss sagen, dass ich diese Tradition ganze nett fand, da es doch um einiges persönlicher ist, als die Art, wie meist unseren 18. oder 20. Feiern.

Die beiden Wappentiere Australiens bekam ich auch gleich in den ersten Tagen zu sehen. Einige Koalas lebten in den Eukalyptusbäumen auf dem Grundstück unseres Hauses. Einer saß den einen Tag nur ca. 1,50m von mir entfernt in einem kleinen Baum. Zu nahe sollte man den knuddelig aussehenden Tierchen allerdings nicht kommen, denn es hält sich hier ein starkes Gerücht der sogenannten „Drop bears“. Touristen wird hier immer wieder von Koalas erzählt, die von Bäumen auf einen herabspringen und dann bekämpfen bis man nicht mehr kann. Also aufgepasst. Sie sind nicht so süß und freundlich wie sie aussehen. ;) Um ein paar Kängurus aus direkter Nähe zu sehen sind wir in einen kleinen Park gefahren, wo die armen Tiere hinter Zäunen leben und fett werden, da sie von Jedermann, der sie streicheln möchte, gefüttert werden. Aber gut.

Nach diesen entspannten und ein bisschen faulen Tagen, ging es dann mit einem Freund der Familie zunächst nach Melbourne von wo aus ich den Zug zu meiner nächsten Station genommen habe. Wie schon gesagt, hatte ich mich dazu entschieden,  Australien auf meine eigene Weise zu erfahren und so wollte ich die Zeit in Central Victoria, in schönster Landschaft, auf zwei verschiedenen kleinen Farmen mit Pferden zu verbringen. Die ersten eineinhalb Wochen war ich in einem sehr alten, kleinen Bauernhaus, italienischen Ursprungs, in einem Ort namens Yandoit. Gemeinsam mit dem Besitzer Gerhard (ein ausgewandeter Deutscher) und teilweise auch seiner Frau, habe ich Hecken geschnitten, Wein gelesen, Zäune gebaut und was sonst noch so angefallen ist. Natürlich war auch noch genug Zeit zum Reiten, was natürlich mein persönliches Highlight war. „Das Glück der Erde liegt nun mal auf dem Rücken der Pferde.“ Wie sehr ich das doch vermisst habe, hab ich dadurch erst wieder gemerkt. Vor allem wenn es durch die hügelige Buschlandschaft und Wälder geht und freilebende Kängurus (welche echt erstaunlich groß werden können) einfach so durch die Gegend hüpfen und Kakadus sowie unterschiedlichste Papageienarten zur normalen Vogelwelt zählen. Da die Familie, zu der auch noch zwei Töchter gehörten, auch einen Wohnsitz in Melbourne hatten, konnte ich die Stadt auf diese Weise auch gleich besichtigen. Obwohl es wirklich eine spezielle Art und Weise war, denn den ersten Abend hat ein Musikerfreund der Familie eine kleine Party gegeben, die aufgrund einer kleinen Wohnung einfach so auf dem Bürgersteig davor stattfand. Tisch und Stühle wurden einfach vor die Haustür gestellt und Fingerfood dort verzehrt. Da mehrere Musiker anwesend waren, endete das Ganze in einer sehr musikalischen Nacht und da die meisten Nachbarn sowieso schon dort waren, konnte sich auch keiner beschweren. Am nächsten Tag ging es nach einer Autkionshausbesichtigung und einer kleinen Stadtrundfahrt in ein sehr alternatives Restaurant. Hier gab es ein Buffet, von guter einfacher Küche, von dem man sich satt essen konnte und am Ende zahlte man so viel, was man für richtig hielt. Daher war es natürlich auch von vielen Backpackern und vielen anderen, sehr alternativen, Gestalten besucht.

Die Zeit vergeht wie im Fluge und seit letztem Wochenende bin ich jetzt in einer anderen kleinen Stadt namens Mansfield auf einer anderen Pferderanch. Hier gibt es um einiges mehr Pferde u.a. auch mehrere  Fohlen. Neben der Arbeit mit ihnen und dem Reiten, gehört auch das Restaurieren von alten Möbelstücken zu unseren (ein Pärchen aus Wales und ich) Aufgaben, da die Besitzerin gerade erst ein kleines Antik- und Retrogeschäft aufgemacht hat. Dadurch und vor allem durch ihre extreme Unorganisiertheit, sind unsere Tage oft ziemlich voll und lang und es bleibt kaum Zeit für andere Dinge. Allerdings genieße ich es doch sehr von den Pferden umgeben zu sein, bevor es in ein paar Tagen schon wieder weiter nach Sydney geht und dann auch schon weiter nach Thailand, wo ich mich mit Sandra (Guatemala) und etwas später auch mit meiner Mutter treffen werde.

So weit, so gut.

Cheers, eure Alina

Akaroa

Mittwoch, 20.03.2013

Zu den letzten zwei Wochen in Neuseeland gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Das Hostel, in dem wir für die letzte Zeit gearbeitet haben, war ein wenig alternativ. Relativ abgelegen, selbst von Akaroa (was selbst ca. eine Stunde von Christchurch entfernt ist), in den Hügeln, die Akaroa Habor umgeben von denen man einen wunderbaren Blick auf das Bay hatte und die Kreuzfahrtschiffe (u.a. auch Queen Mary 2) die dort regelmäßig anlegten, lag das kleine Farmhaus, welches in ein Hostel umfunktioniert wurde. Dazu gehörte ebenfalls ein Campingplatz, der kleine Huts (einfache Holzhütten), Stargazer (Holzzelte mit Plexiglasscheibe zum in den Himmel schauen und viel Platz für Zelte bot. Dazugehörig eine Außenküche und eine in einem kleinen Häuschen. Warme Duschen und Toiletten in grünen Boxen, die allerdings sehr weit auseinander lagen. Duschen den Hügel runter, Toiletten den Hügel rauf. Eine dieser kleinen Huts, welche relativ notdürftig zusammengezimmert waren, sodass der  Wind durch die Ritzen piff, die Tür nicht richtig schloss und Spinnen sowie Mäuse freien Eintritt hatten, teilten wir uns nun für diese Zeit. Die Arbeit bestand aus Betten machen und die restlichen Räumlichkeiten sauber halten, was nicht allzu schwer war.

Das Farmhaus unser kleiner Hut Queen Mary 2 Akaroa Habor

So gingen die Tage ins Land, in denen das Wetter allmählich herbstlich wurde und Langeweile sich mit Relaxen abwechselte, was auch mal nötig ist. Neue Leute kamen und gingen, mit einigen konnte man gut ins Gespräch kommen oder Karten spielen, andere waren einfach nur nervig. Wie das halt immer so ist. Da Iida und ich auch nicht die einzigen Woofer waren (noch drei weitere Deutsche und zu Beginn auch noch ein Belgier) hatten wir somit wenigstens auch konstante Leute um uns herum.

Mit Ihnen haben wir dann sogar noch ein paar Highlights erlebt. Das wohl größte, war, dass wir mit der Hauseigenen Delfintour in den Genuss kamen, mit den kleinsten Delfinen der Welt (Hektordelfine) zu schwimmen, die dort vor der Küste leben. Zu sechst auf einem kleinen Boot ging es raus, die geselligen Tierchen zu suchen. Als wir dann erst mal den ersten aus dem Wasser haben springen sehen, blieb er sehr schnell nicht der einzige und in kürzester Zeit, waren wir von einem ganzen Schwarm umringt. Unser Bootsführer gab uns das Zeichen, dass wir jetzt ins Wasser könnten. Das war echt ein super tolles Gefühl. Die superschnellen Tiere waren überall um uns herum, sprangen direkt neben uns aus dem Wasser, rauschten unter uns durch und machten sich einen Spaß daraus, Haken um uns zu schlagen. Unglaublich. Als alle wieder an Bord waren und wir Fahrt aufnahmen, genossen es noch drei von ihnen, in den Wellen am Bug des Bootes mitzuschwimmen!!

könnt ihr ihn sehen...so dicht ;) nur 3 der mindestens 15-20 Exemplare

Ansonsten haben wir eine kleine Wanderung um die ganze Farm (ca. 1000 ha) gemacht, einen entspannten Nachmittag an der Pier der Stadt mit einer ganzen Box Eiscreme, einen Ausflug zu einem nahegelegenen Strand und einem Abend in einer Bar. Obwohl man das nicht wirklich als Highlight bezeichnen kann, da der Ort und alles was dazugehört, nach 9:00 so gut wie tot ist. ^^

Wanderung Oh oh...

Der definitiv abenteuerlichste Tag, war der, an dem wir unser Mietauto zurück nach Nelson bringen musste. Um 4:30 aufgestanden, kamen wir dann ca. eine Stunde später endlich los. Da Iida zurück auf die Nordinsel musste, habe ich sie auf dem Weg noch in Picton an der Fähre abgeliefert. Die letzten Stunden zusammen im Auto waren dementsprechend emotional. In zwei Monaten kann man sich echt ans Herz wachsen und Neuseeland wäre nicht das Gleiche gewesen ohne sie. Da ich aber so schnell wie möglich weiter nach Nelson wollte, blieb ein Glück keine Zeit für lange und tränenreiche Abschiedsszenen. Gegen Mittags das Auto beim Vermieter wieder abgeliefert, hab ich mich dann auch gleich wieder auf den Weg gemacht. Mission des Tages: die ca. 550 km wieder zurück nach  Akaroa trampen. Sehr skeptisch, ein wenig ängstlich (schließlich ist es das erste Mal ganz allein) und extrem übermüdet machte ich mich also auf den Weg an die Straße, wo ich dann gleich auf einen weiteren Deutschen traf.

Zusammen haben wir nach gut einer halben Stunde endlich einen Barmherzigen gefunden, der uns zumindest bis zur Ostküste mitnehmen konnte. Von dort aus hatte ich dann echt Glück und gleich das zweite Auto hielt an, um mich zumindest die Hälfte der Strecke mitzunehmen. Meine dritte Mitfahrgelegenheit lies dann ein Glück auch nicht so lange auf sich warten. Leider hat alles doch länger gedauert als ich gedacht hätte und als wir in Christchurch ankommen, ist es schon dunkel. Mein Plan, mich trotzdem noch an die Straße nach Akaroa zu stellen, wird durch meinen Fahrer vereitelt, da er keine Ahnung hat, wo er dazu hinmüsste. Also mach ich ich daran die verschiedensten Hostels anzurufen….alle natürlich ausgebucht. Da der nette Herr, der mich mitgenommen hat und gerade noch einen Zusammenprall mit einem überholenden Auto auf unserer Spur verhindert hat, auch relativ überfordert mit meiner Situation ist, steige ich an einem Supermarkt irgendwo an der Highway der Stadt aus und rufe Gemma (mein „Boss“) an. Diese hat ein Glück den rettenden Einfall und die richtigen Kontakte und so kommt es, dass ich die Nacht auf einer Couch des Mitarbeiterhauses eines Hostels verbringen kann. Der Taxifahrer hatte auch noch so viel Mitleid mit mir, dass er mich für meine letzten 20 Dollar Bargeld (statt 35), die ich nur dabeihatte, direkt vor dessen Haustür absetzte. So ging einer der anstrengendsten Tage zu Ende. Am nächsten Morgen machte ich mich dann früh auf den Weg und ca. 3 Stunden und 4 Autos später, hatte ich es dann endlich geschafft und war zurück in Akaroa von wo aus ich dann nur noch gut eine Stunde hoch zum Hostel laufen musste, da dort so gut wie nie Autos langfahren. Dort angekommen, war ich einfach nur froh, den letzten Tag überstanden und überlebt zu haben.

Die letzten Tage ohne Iida, was schon sehr seltsam war, gingen dann auch vorbei und schon fand ich mich im Shuttel zum Flughafen wieder und nach zwei Flügen und einer unbequemen Nacht auf einer Holzbank auf dem Melbourner Flughafen, wurde ich dann in Adelaide von einem Freund abgeholt, den ich in Ecuador kennengelernt habe und bei dem ich jetzt erst mal unterkomme, bis ich genau weiß, wie ich meine Zeit hier in Australien gestalten werde. In einem „richtigem“ Haus zu schlafen, mit großen Bett in eigenem Gästezimmer mit Bad, ist schon echt ungewohnter Luxus geworden und lässt sich so besonders gut genießen. Mal sehen, was sich in den nächsten Wochen so ergibt. Ich bin gespannt…ich hoffe ihr auch ;)

Roadtrip Südinsel

Montag, 04.03.2013

Gut zwei Wochen ist es nun schon wieder her, dass wir (das sind Iida und ich, sowie Frauke-deutsch und Ebba – schwedisch; wir haben die beiden bei unserem Abel Tasman Track kennengelernt und dort beschlossen gemeinsam die Südinsel zu bestreiten) uns in unserem eigens gemieteten Auto, welches später den Namen „Purpel Lady“ erhielt, aufmachten, die Südinsel Neuseelands zu erkunden. An das Linksfahren, hatte ich mich schnell gewöhnt, nur der Scheibenwischer wurde ab und zu noch mit dem Blinker verwechselt, und so konnte es auch losgehen.

Zunächst, sind Iida und ich noch zu zweit  (die anderen Beiden haben einen 4-Tages Track gemacht) zum Golden Bay gefahren, welches die gesamte westliche Südküste beinhaltet. Dort haben wir uns dann in der Nähe des kleinen, aber sehr schönen Ortes Takaka eine kleine Nebenstraße gesucht, in der wir über Nacht parken und in unserem Auto schlafen wollten – um Geld zu sparen natürlich. Die Straße, die wir uns ausgesucht hatten führte dann nicht wie erhofft direkt zum Strand sondern nur an großen Weiden vorbei hin zu einem kleinen Farmhaus. Wir dachten, hier würden wir niemanden stören, also parkten wir einfach am Rand. Die Besitzerin der Farm (eine ältere Dame namens Anna), war natürlich auf uns aufmerksam geworden, denn normalerweise verirrt sich dort eher kein Auto hin, also fragten wir sie höflich, ob es denn ok wäre, wenn wir unser Nachtlager so dicht vor ihrer Haustür aufschlagen würden. Sie hatte nichts dagegen, im Gegenteil. Sie bot uns an, doch direkt in ihrer Einfahrt zu parken, da das sicherer sei, sie zeigte uns Toilette und Dusche, die wir benutzen durften. Außerdem noch einen Weg, direkt über Schafs- und Kuhweiden, zu einem kleinen, klaren und kalten Fluss in dem ich dann auch gleich die Begegnung mit einem Flussaal machen durfte und wir auf dem Rückweg über die Felder an einem Gatter, überraschend einer Kuhherde gegenüberstanden und weder wir, noch die Kühe genau wussten, wie mit dieser doch sehr verzwickten Situation umzugehen war. Doch als wäre das nicht alles schon Zufall und Glück genug, wurden wir am Abend von einer jungen Amerikanerin, die bei Anna arbeitete, mit in eines der berühmtesten Bar-Restaurants („Mussel Inn“) der Gegend mitgenommen und kamen so noch in den Genuss einer lokalen Live Band und selbstgebrautem Cider.

Nach unserer ersten, etwas kalten Nacht (wir mussten uns einen Schlafsack teilen),  im Auto, war die Freude dann groß, als uns Anna einen frischen, heißen Kaffee brachte. So gestärkt ging es dann weiter bis zur Spitze des Golden Bays und zu einem der größten Sanddünenstrände hier in Neuseeland. So etwas hatte ich bis jetzt auch noch nicht gesehen und während ich so die Dünen hoch und runterstapfte, hatte ich schon etwas das Gefühl irgendwo in der Wüste zu sein. Nur das man dort wahrscheinlich weder grüne Hügel, noch ein rauschendes Meer im Hintergrund zu sehen bekommt.

Nach einem ziemlich heißen Tag am Strand, haben wir uns am Abend dann doch ein Hostel genommen, da es Iida nicht ganz so gut ging und wir ihren Gesundheitszustand mit noch einer durchwachsenen Nacht im Auto nicht zu sehr strapazieren wollten. Am nächsten Tag ging es dann den ganzen Weg zurück nach Nelson, wo wir dann die beiden Mädels einsammelten und dann gleich weiter bis nach Greymouth, unserer ersten Station an der Westküste, fuhren. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp an den sogenannten „Pancakerocks“ die ihren Namen ihrer besonderen Form zu verdanken haben, da sie tatsächlich aussehen wir aufeinander gestapelte Eierkuchen. Hier verärgerten wir durch unser Gelächter dann auch gleich noch eine israelische Reisegruppe und sind jetzt wahrscheinlich in mehreren Bildern  sämtlicher Asiaten vorzufinden.

In Greymouth hatten Iida und ich noch kurzfristig eine nette Couchsurfing Unterkunft für zwei Nächte gefunden, während die anderen beiden in einem Hostel schliefen. Da ich an diesem Tag fast 9 Stunden Auto gefahren bin, war ich dementsprechend müde und so ging es früh ins Bett. Am nächsten Tag ging es dann nachmittags mit den freien Kanus vom Hostel über kleine Seen bis ins Hafengebiet von Greymouth, was sehr entspannend und nass war, und abends mit klapprigen Fahrrädern dem Sonnenuntergang am Strand entgegen.

Früh morgens am Tag darauf, machten wir uns dann zunächst auf ins Landesinnere, um einen kleinen Aufstieg am Arthurs Pass zu bestreiten. Die Anstrengung lohnte sich dann auch wahrhaftig, da wir einen super Ausblick auf die Southern Alps bekamen. Leider führte der Weg nicht bis ganz auf die Spitze und von Neugier getrieben konnten wir uns es nicht nehmen lassen, wenigstens zu versuchen einen Blick auf die andere Seite des Massivs zu werfen. Als dann der Anstieg aber doch ziemlich steil wurde und zum großen Teil aus losen Geröllsteinen bestand, wählten wir dann doch lieber Leben vor Abenteuer, da wir so diverse Schlagzeilen schon vor uns sahen und das wollten wir dann doch lieber keinem antun.

Am Nachmittag sind wir dann noch in den kleinen Ort „Franz Josef“ gefahren, da wir uns am nächsten Tag den gleichnamigen Gletscher anschauen wollten. Für Iida und mich ging es ins Hostel, die anderen beiden wollten die nächsten beiden Nächte im Auto schlafen. Die Räumlichkeiten des Hostels, haben sie bis abends einfach mitbenutzt in der Hoffnung, dass es niemandem auffällt. Die Wanderung zum Gletscher hat mich dann allerdings ein wenig enttäuscht.  Man hatte zwar eine gute Aussicht, nah ran kam man allerdings nicht und eine Besteigung war nur möglich wenn man eine der sündhaft teuren Hubschraubertouren gebucht hätte, für die wir allerdings nicht mehr so wirklich Geld übrig hatten.

Da die normalen Walkingtracks am „Fox Glacier“, unserem nächsten Ziel, auch nicht wirklich näher an den eigentlichen Gletscher heranführten, entschieden wir uns, einen etwas abgelegenen Weg auf einen Berg zu nehmen, der hin und zurück ca. 8 Stunden dauern sollte, aber den besten Blick auf den Gletscher und den gesamten Nationalpark versprach. Wir machten uns also früh auf die Beine und mit genug Wasser und Essen im Gepäck begannen wir unseren Aufstieg. Und Aufstieg war wirklich der passendste Begriff, da es teilweise wirklich steil hinauf ging, mitten durch einen dschungelartigen Wald, der kein Ende zu nehmen schien. Ich bin Wurzeln noch nie so dankbar gewesen, denn sie retteten uns nicht selten vor einem nahenden Absturz und dienten an einigen Stellen sogar als natürliche Leiter, da es teilweise senkrecht nach oben ging. Als wir dann endlich freie Sicht auf das Tal hatten, war das Wetter nicht länger gnädig mit uns und die Wolken versperrten uns jegliche Sicht auf die versprochene Aussicht. Da sich der Himmel immer mehr zuzog, entschieden wir uns den Rückweg anzutreten und nicht mehr bis zur Spitze (schon in die Wolkendecke rein), um noch heile unten anzukommen. Nach gut 6 Stunden war dann also auch unsere letzte, doch sehr schöne und vor allem anspruchsvolle Wanderung, zu Ende.

Diesmal waren nun Ebba und Frauke dran, ins Hostel einzuchecken, nur, dass wir dieses Mal nicht so viel Glück hatten wie in Franz Josef. Als wir morgens beim Auto packen waren, kam Ebba ganz aufgelöst angerannt und meinte, die Besitzerin (eine seltsame ältere Dame, die ihr graues Haar ganz komisch lila und türkis gefärbt hatte – daher auch der Name „Purple Lady“ für unser Auto) hätte alles bemerkt und ihr dann in ihrer Wut den Schlüsselpfand von läppischen 5 NZ$ wieder abgenommen. So schnell wir konnten packten wir also unsere sieben Sachen und brausten davon. Gesprächs-und Lachthema Nummer 1 für unsere Fahrt nach Wanaka war also fix. Ansonsten war die Straße von Fox Glacier nach Wanaka eine der schönsten Routen hier in Neuseeland. Vorbei an den schönsten und tiefblausten Seen, die ich je gesehen habe, inmitten der bergigen Landschaft. Hinter jeder Kurve fanden sich neue Postkartenmotive und so hielten wir überall wo es uns gefiel, wodurch sich die eher kurze Fahrt auf sehr entspannte Weise in die Länge zog.

In Wanaka angekommen, waren Frauke und Iida an der Reihe im Hostel zu schlafen und Ebba und ich zogen wieder, in irgendeiner Seitenstraße, wieder die Autositze vor. Da wir natürlich aus der „Purple Lady“ gelernt hatten, fragten wir nun vorher höflich, ob es in Ordnung sei, Gäste zum Abendessen mitzubringen und so konnten wir ganz ohne schlechtes Gewissen gemeinsam kochen und essen. Nur am nächsten Morgen wiederzukommen und zu duschen, verkniffen wir uns dann lieber. Zur morgendlichen Katzenwäsche reichten die öffentlichen Toiletten am „Lake Wanaka“ und Frühstück am See, wenn die Sonne die Berge anstrahlt, ist sowieso viel schöner. Der Tag wurde dann am Strand verbracht und begann für mich mit einem schönen erfrischenden Bad, da wir ja erst am Abend im Hostel wieder eine Dusche hatten. Mit Fotosession auf einem Aussichtshügel und in einer Bar an der Strandpromenade ließen wir den entspannten Tag mit viel Gelächter ausklingen, bevor wir uns am nächsten Vormittag nach Queenstown aufmachten.

Hier angekommen sind wir zum ersten Mal alle vier ins Hostel gegangen, da uns gesagt wurde, man könne hier hohe Strafen bekommen, wenn man beim im Auto schlafen erwischt würde und das wollten wir dann doch nicht riskieren. Und so konnten wir dann doch wenigstens eine Nacht zusammen in einem Zimmer verbringen, denn am nächsten Morgen ging es für Iida, Ebba und mich ziemlich früh auf nach Milford Sound, wo wir uns sehr auf eine Cruisetour freuten. Um einen der berühmten Walks zu machen, müsste man die Unterkünfte schon Monate vorher buchen und so schien uns eine Schiffsfahrt durch die Fjorde die günstigste und entspannteste Alternative. Die hoch gepriesene Milford Road, also die Straße von Te Anau nach Milford, konnte uns dann allerdings nicht so beeindrucken, denn da hatten wir schon schöneres gesehen. Der einzig coole Seitenpfad führte zu einem Wasserfall, der tief unter uns in einer Schlucht zu bestaunen war und einige Keas auf dem Parkplatz, die durch das Essen der Touristen angelockt wurden. Milford Sound selber, der eigentlich kein Sound sondern ein Fjord ist, war zwar wirklich beeindruckend, mit links und rechts steilen Bergen, Seehunden, Wasserfällen und tiefblauem Wasser, die gesamte Schönheit konnten wir auf Grund des sehr grauen Wetters, allerdings nicht genießen. Das war echt ein bisschen schade.

Da es schon zu spät war, um den ganzen Weg zurück nach Queenstown zu fahren, suchten wir uns in Te Anau eine Sackgasse in einem Neubaugebiet, um unsere Nacht – zu dritt! - im Auto zu verbringen. Durch einige Leute am Fenster etwas verstört, entschieden wir uns letztendlich doch dort zu bleiben und hofften einfach nur, nicht durch ein Klopfen am Fenster geweckt zu werden. Ohne derartige Vorfälle gelangten wir dann am nächsten Morgen wieder heil und sehr müde wieder nach Queenstown, wo wir uns nach einem faulen Tag, abends zum Weggehen fertig machten. Von der „Partyszene“ dort, waren wir dann allerdings sehr enttäuscht. Kann daran gelegen haben, dass es Mittwoch war, allerdings auch daran, dass der einzig wirkliche Club mit Bar, sehr seltsame Musik gespielt hat und die Leute dort auch eher merkwürdig waren, also endete diese Nacht schon gegen 24 Uhr.

Unser letzter gemeinsamer Stopp, war dann Omaru an der Ostküste, der eigentlich nur so gut besucht ist, da es dort zwei freilebende Pinguinkolonien gibt, die sich bereitwillig den Touristen zeigen. Ansonsten hatte die drittälteste Stadt Neuseelands allerdings auch seinen Charme, mit den alten Hafengebäuden und altaussehenden Nebenstraßen mit kleinen Pubs. Nachdem wir am ersten Abend eher weniger Glück hatten und wir nur ein paar Exemplare der „Yellow-Eye-Pinguins“ aus gewisser Ferne betrachten konnten, versuchten wir es am nächsten Tag bei der zweiten Kolonie. Ein Einheimischer gab uns einen Tipp, wo wir warten müssten um die kleinen, tollpatschigen Tiere auch ohne Eintritt in die offizielle Besucherstation zahlen zu müssen, sehen könnten. Leider war dies auch kein wirklicher Geheimtipp mehr und so mussten wir unseren Platz an einer kleinen Bootsanlegestelle, wo einige der Tierchen bei Einbruch der Dunkelheit aus dem Wasser hüpften um über die Straße in ihr Nest an den Klippen zu watscheln. Wir brauchten auch nicht lange zu warten, da wagte sich der Erste mit einem galanten Sprung aus dem Wasser. Allerdings verschwand er relativ schnell hinter einem kleinen Boot, was dort auf dem Land lag. Während alle anderen gespannt auf seine Artgenossen warteten, folgte ich dem mutigen Kerl auf die andere Seite des Bootes und kam so in den Genuss ihn aus Anfassnähe an mir vorbeilaufen zu sehen. Etwas später konnten Iida und ich beobachten, wie drei Pinguine hinter einem Bootshaus Ringelreihen spielten. Dieser besondere Moment wurde dann leider ziemlich schnell durch eine sehr rücksichtslose Asientouristin zerstört, die meinte, lauthals gestikulierend auf die scheuen Tiere zustürmen zu müssen, um sich dann zu wundern, dass sie sich bereits unterm dem Haus versteckten, als der Rest ihrer Sippe kam, um mit ihren Blitzlichtern der Kameras nur noch mehr für Unruhe zu sorgen. Den Rückweg schon angetreten, machten wir dann nochmal Halt, um auch der letzten kleinen Gruppe zuzusehen, wie sie so schnell wie möglich, an Touris und Autoscheinwerfern vorbei, die Straße überquerten, um in ihr sicheres Zuhause zu gelangen. Das war echt etwas anderes als Pinguine im Zoo, obwohl man von wirklich natürlicher Umgebung hier auch nicht sprechen konnte.

So ging dann also auch unser letzter gemeinsamer Abend zu Ende, denn am nächsten Tag ging es noch für uns alle gemeinsam nach Christchurch, wo wir zunächst die beiden Mädels schweren Herzens ablieferten und uns dann auf den Weg nach Akaroa machten. In der kleinen Hafenstadt der „Banks Peninsula“, östlich von Christchurch, werden wir unsere letzten gemeinsamen Tage (für mich bis zum 17.03) wieder für Unterkunft in einem Farmhostel arbeiten.

Phuu…das war jetzt mal wieder ganz schön viel und ich hoffe, es wurde denjenigen, die bis zum Schluss tapfer durchgehalten haben, nicht zu langweilig. Aber in zwei Wochen kann halt viel passieren. ;)

Cheers, Eure Alina

Interislander und Abel Tasman

Freitag, 15.02.2013

also wer würde uns da nicht mitnehmen

Die Überfahrt von der Nord – zur Südinsel soll schon an sich ein Erlebnis wert sein, wurde uns gesagt. Leider hatten wir am Montagmorgen eher unschönes Wetter. Was heißen soll, es war kühl, hat geregnet und es war ziemlich windig. Also haben wir uns erst mal im Inneren der echt ziemlich großen Fähre ein warmes Plätzchen gesucht. Pünktlich zur Einfahrt in die Fjorde der Südinsel klarte der Himmel dann jedoch auf und so konnten wir nach draußen gehen und die wunderschöne Landschaft genießen, die uns schon einen netten Vorgeschmack gab, was uns noch alles erwarten sollte.

war schön und ganz schön windig

In Picton (einer kleinen Hafenstadt) angekommen, hatten wir dann mal wieder sehr viel Glück. Noch bevor wir unser so schön vorbereitetes „Nelson“-Schild fürs Trampen auspacken konnten, las uns ein deutsches Pärchen auf, das wohl Erbarmen mit uns und unserem schweren Gepäck hatte. Auf einer kurvigen Straße, direkt am Ufer (auch „Scenic-Street“ genannt, wer Englisch kann, weiß was das bedeuted) ging es dann direkt nach Nelson, wo wir dann in unser sehr nettes Hostel eincheckten. Schon am Eingang entschieden wir, anstatt den geplanten 2 Nächten, doch 3 zu bleiben. Denn der Pool sowie Whirlpool und die Sauna luden zum Relaxen ein und das konnten wir nun wirklich gebrauchen.

Während wir uns nun so die Sonne auf den Bauch haben scheinen lassen, überlegten wir uns, den nahe gelegenen Nationalpark Abel Tasman zu besuchen. An der Information erfuhren wir dann, dass wir selbst in unseren gewünschten 3 Tagen leider nicht den ganzen Track hätten machen können. Der Weg führt direkt an der Küste entlang und einige Teilstücke sind nur bei Niedrigwasser zu durchqueren. Da die Gezeiten für die nächsten Tage allerdings sehr ungünstig lagen, hätten wir es nicht über einen bestimmten Punkt hinaus geschafft, weshalb wir uns entschlossen nur zwei Tage zu machen. Mit 20 km am ersten und 12 km am zweiten Tag, waren wir schon ganz gut dabei. Ein Shuttelbus holte uns am Donnerstagmorgen ab und brachte uns bis zum Parkeingang. Von da an waren wir dann auf uns alleine gestellt. So ging einen sehr schönen schmalen Wanderweg durch die schon fast urwaldähnliche Landschaft, wo Palmen und andere Tropenhölzer, wie selbstverständlich im artenreichen Mischwald wuchsen. Bergauf, bergab, über kleinere und größere Flüsse, vorbei an gelegentlichen Wasserfällen. Immer nur begleitet von unseren eigenen Schritten, dem Zirpen und Surren allermöglichen Insekten und dem fast dauerhaften Ausblick auf die traumhaftesten Postkartenmotive. Wunderschöne, weiße Strände (die schönsten die ich je gesehen habe) und das Beste daran: total verlassen! Nur wir, Möwen und ein paar andere Touristen, jedoch weder irgendwelche „Leute“ die dir versuchen gefakte Guccitaschen oder Brillen zu verkaufen, keine Liegestuhlmafia oder die Gefahr alle paar Meter über einen nackten Hintern zu stolpern – wie man das ja an so manchen Stränden Europas vorfindet, obwohl die noch nicht mal halb so schön sind. Das Wasser total klar und in den schönsten Blautönen und die Buchten, mit bewucherten Hügeln links und rechts und kleinen Inseln in der Mitte, dürften eine echte Konkurrenz zur Karibik darstellen. Ehrlich gesagt kann ich mir kaum vorstellen, dass es NOCH schöner geht. Iidas Methode um festzustellen, ob das alles auch wirklich real ist, war Augen zu und nach paar Sekunden wieder öffnen. Wenn dann alles immer noch an Ort und Stelle war, dann kann es wohl kaum ein Traum sein, obwohl wir das immer noch nicht so wirklich glauben konnten. Nach gut acht Stunden an unser Übernachtungsstätte angekommen, waren wir dann allerdings auch gut erschöpft. So hieß es schon ziemlich früh schlafen gehen. Die Hütten, die in regelmäßigen Abständen als Schlafmöglichkeiten dienen, sind sehr einfach. Es gibt zwar Matratzen, den Rest muss man allerdings selber mitbringen. Wenigstens gab es draußen auch Toiletten und fließend, kaltes Wasser. Die Dusche (natürlich auch nur kaltes Wasser), war mit nur einer Art Paravonsichtschutz und mitten im Wald, auch ein Erlebnis. Aber was solls, wenigstens der Dreck vom Tag geht runter. Nach einer relativ ruhigen Nacht, ging es dann auch schon wieder früh weiter, denn ein schon erwähntes „Tidal-crossing“ stand uns bevor. Da wir Niedrigwasser um 7:30 morgens hatten, hieß das, dass ein bestimmter Weg nur bis 3 Stunden danach durchquerbar ist. Leider konnte uns keiner wirklich sagen, wie weit dieser Abschnitt entfernt ist und somit war das ein klein wenig Stress am Morgen. Nachdem die Gefahrenzone jedoch gefunden und durchquert war, konnten wir uns dann wieder ein bisschen mehr Zeit lassen und den restlichen Weg genießen. Leider schweifen beim Wandern, vor allem bei der Aussicht, immer ein bisschen die Gedanken ab und so haben wir es doch tatsächlich geschafft, die richtige Abzweigung zu verpassen und mussten gut eine dreiviertel Stunde wieder zurück in die andere Richtung laufen. Da man auch total das Zeitgefühl verliert, sind wir dann sogar ein Stück gerannt, um sicher zu gehen unser Wassertaxi, welches uns zurück zum Anfang bringen sollte, nicht zu verpassen. Zum Schluss hatten wir jedoch noch genügend Zeit, um uns in einem dort ansässigen Cafe + Lodge einen Eiskaffee zu teilen. Mehr war im Budget nicht drin. Es war sowieso ein merkwürdiger Anblick. Mitten im nirgendwo, eine hochmoderne Lodge mit Internet und allem. Ein bisschen verkehrte Welt. Als uns dann das Wassertaxi abholte, konnten wir den ganzen Weg, den wir in den letzten beiden Tagen so tapfer erlaufen sind, nochmal von außen betrachten. Und der Anblick ist echt unbeschreiblich schön. Wie im Paradies. Dank unserem Fahrer, kamen wir dann noch in den Genuss, eine kleine versteckte Bucht zu genießen und ein paar freilebende Seehunde zu beobachten, die sich auf den Klippen kleinerer Inseln sonnten. So kamen wir glücklich, zufrieden und gesund wieder an unserem Ausgangspunkt an. Naja nicht ganz gesund. Ich glaube, das letzte Mal, dass meine Füße so schmerzten, war nach einem neun Stunden Arbeitstag auf High Heels im Olympiastadion. Mehrere Blasen erfreuen sich nun ihres Daseins und erschweren mir das normale Auftreten doch ein wenig. Trotz alledem, haben wir die zwei Tage sehr genossen, uns allerdings entschieden in Zukunft nur noch Ein-Tages-Touren zu machen, um uns das Geld für die Unterkunft zu sparen (man könnte zwar auch Zelten, aber erstens haben wir keins und zweitens müsste man das ja dann auch noch mitschleppen) und wir haben festgestellt, dass man auch an einem Tag schon die meisten Eindrücke bekommen kann.

Der Track beginnt schon mal vielversprechen vom Wassertaxi aus

Ab  morgen haben wir dann unser Auto für die restliche Zeit hier, die sich ja immerhin noch auf einen guten Monat beläuft. Dadurch sind wir endlich ziemlich flexibel, was das nächste Ziel anbelangt und unsere Rucksäcke müssen auch nicht mehr von A nach B geschleppt werden. So geht es dann also zunächst die Westküste runter. Geschlafen wird nur alle paar Nächte im Hostel und wir werden uns auf die Suche nach einigen schönen Wandertracks, Städtchen und natürlich den Must-Do- Sehenswürdigkeiten wie Greymouth, Fox Galcier, Milford Sound etc. machen. Sobald ich Internet habe, werde ich euch natürlich immer auf den neusten Stand bringen. Bis dahin…Cheers, Eure Alina 

It´s been a crazy week

Samstag, 09.02.2013

Die letzte Woche war echt ziemlich krass und anstrengend. Nachdem wir  das beste Frühstück seit langem im Haus von Zens Mutter (unserem „Surferfreund) hatten, haben wir von Auckland aus den Bus nach Mt Manganui (einer kleinen Stadt an der Ostküste) genommen. Leider kamen wir dort bei etwas schlechterem Wetter an und alles was wir zunächst sahen, waren Industriegebäude. Das hatten wir so eigentlich nicht erwartet. Daher entschieden wir uns nur eine Nacht im schon gebuchten Hostel zu bleiben und am nächsten Tag in den Hauptteil der Stadt nach Tauranga zu fahren. Natürlich nicht ohne vorher den Mount Manganui auch noch zu erklimmen, was dank des wieder guten Wetters am nächsten Tag ein echt schöner Ausflug war und die Stadt an sich war dann auch gar nicht so hässlich wie befürchtet.

Blick auf die Stadt vom Mount Manganui hatte schon ein bisschen was Irland

Die Entscheidung, die nächste Nacht in Tauranga zu verbringen, haben wir allerdings ebenfalls nicht bereut. Das Hostel besaß eine Terasse mit Ausblick auf den netten, kleinen Hafen. Die Stadt an sich, war wieder eine kleine Hafenstadt, in der wir uns Abends erfolglos auf gute Party oder Barlocations begeben haben.

auf der Terasse des Hostels

Da wir am nächsten Tag aber eh wieder früh raus mussten, war das vielleicht gar nicht mal so schlecht. So ging es also auf in die nächste Stadt namens Rotorua, auch bekannt als die „smelly city“, da hier thermale Aktivitäten herrschen. Davon konnten wir uns dann auch gleich selber überzeugen, indem wir einen Spaziergang durch den Park gemacht haben, an dem es überall blubbernde Schlammlöcher oder dampfende, kochende und stinkende Wasserlöcher gab. Mal kleiner, mal größer, mal fast ein kleiner See.  Natürlich alles fein säuberlich umzäunt und als gefährlich ausgeschrieben. Danach sind wir einen kleinen Wanderweg am eigentlichen See Rotoruas langgelaufen. Zum Baden lud der allerdings nicht ein. Überall waren weiße Felder zu sehen und je weiter wir liefen, sah das Ganze bald aus, wie Milch. Schilder klärten uns dann auf, dass die weiße Färbung von extremen Sulfurvorkommen in diesem Areal kommt und aufgrund sehr geringen Sauerstoffgehalts kaum von Lebewesen besiedelt ist. Ebenfalls sehenswert hier, war eine kleine Maorisiedlung (Maoris sind hier die Ureinwohner) und ein echt schönes Museum (nur von außen), welches auch gut ins Mittelalter gepasst hätte.

Milch - See Maori Städtchen

Auch hier haben wir wieder nur eine Nacht verbracht, was uns aufgrund des Geruches auch ganz Recht war, und so brachen wir am nächsten Morgen wieder früh auf, um nach Taupo zu fahren. Auf dem Weg dorthin haben wir uns dann noch Wai-O-Tapu angeschaut. Dies ist ein riesiges Gebiet, auf dem ebenfalls sowohl Vulkanische also auch thermale Aktivitäten vorherrschen. Überall gibt es riesige Seen mit den verschiedensten Mineralstoffen, riesige Schlammfelder oder Bäche und alles brodelt, blubbert, stinkt oder erscheint in den krassesten Farben. So etwas habe ich echt noch nie gesehen. Ein kleiner Geysir, wurde ganz zu Anfang mit Hilfe einer chemischen Reaktion, zur Begeisterung aller Zuschauer, zum Ausbruch gebracht.

Farbiges Naturschauspiel Vorsicht! Über 100 Grad sieht schonmal nicht gesund aus

Das war echt nicht schlecht. Im Hostel in Taupo angekommen (Taupo ist eine nette kleine Stadt an einem wunderschönen See, der die Größe von Singapur haben soll) wurden wir dann gleich beim einchecken gefragt, ob wir denn irgendwelche Aktivitäten geplant hätten. Taupo ist berühmt für seine Outdoor und Abenteueraktivitäten. Ich hab schon etwas länger über einen Fallschirmsprung hier nachgedacht und war mir aber, wegen des Geldes, immer etwas unsicher. Als ich das dem netten Herrn an der Rezeption mitteilte, meinte der, wenn, dann solle ich es am besten gleich heute machen, da das Wetter perfekt wäre. Einen kurzen Anruf und ca. 5 Minuten später, saß ich dann also nach einem Spontanentschluss in der Limousine, die mich und noch ein paar weitere verrückte zum Flughafen gefahren hat. Viel Zeit für Aufregung blieb mir also nicht, aber ich hatte ja auch Iida noch an meiner Seite, die allerdings nur als moralische Unterstützung mitgekommen ist. Nach einer kurzen Einweisung wurden wir dann auch schon in sehr attraktive, blaue Ganzkörperanzüge gesteckt, bekamen das Geschirr angelegt und ein hübsches Mützchen verpasst. So vorbereitet ging es dann ab ins kleine Flugzeug. Allein der Flug auf die 15.000 FT von denen es heute in die Tiefe gehen sollte (wenn schon, denn schon), war ein Erlebnis. Die ganze Landschaft von oben zu sehen war echt unglaublich. Ich muss sagen, dass ich eigentlich auch nicht wirklich nervös war. Ich freute mich eher und wollte einfach nur, dass es endlich losgeht. Nachdem die Tür dann aufging und die ersten raussprangen, ging dann auch alles ziemlich schnell. Mein deutscher Tandempartner raunte mir nur noch „Viel Spaß“ zu, Kopf nach hinten, Beine nach hinten und dann fielen wir auch schon. Ich glaub ich brauch euch nicht zu sagen, dass ich keine Worte dafür hab, um das Gefühl zu beschreiben. Hier würde ich sagen „fucking awesome“ und selbst das beschreibt es nicht mal ansatzweise. Auf jeden Fall eines der krassesten Dinge, die ich je in meinem Leben getan hab, obwohl ich mir einen etwas höheren Adrenalinspiegel gewünscht hätte.

und ab geht die Post und es ging viel zu schnell vorbei

Nach diesem Erlebnis, war ich froh, den restlichen Nachmittag einfach nur am Strand des Sees zu verbringen und ein bisschen auszuruhen. Ruhe war uns am nächsten Tag nämlich auch nicht gegönnt, da es um 4:30 morgens rausging, um den Shuttle zum Tongariro Crossing, dem schönsten Ein-Tages-Treck hier in Neuseeland zu nehmen. In der Landschaft, in der auch der Herr der Ringe gedreht wurde, stiefelten wir also in der Morgensonne los, rauf bis auf fast  2.000 Meter, um die karge, aber wunderschöne Gebirgslandschaft um uns herum zu bestaunen. Das eigentliche Crossing führt komplett über die Bergkette hinüber. Da der Vulkan allerdings seit kurzem wieder ordentlich raucht, konnten wir nur bis zu einem bestimmten Punkt gehen und mussten dann von dort aus den ganzen Weg zurück, was leider echt schade war. Anstrengend war es allerdings so oder so.

Ohne Worte 

Der Rest des Tages wurde dann nur noch zum Ausruhen genutzt, denn zu mehr waren wir nicht mehr fähig. Außerdem sollte es am nächsten Morgen wieder weitergehen. Diesmal nach Wellington, unserer letzten Station auf der Nordinsel. Wie ihr seht, haben wir also in der letzten Woche fast jede Nacht woanders verbracht und waren ständig auf Achse. Das macht sich irgendwann echt bemerkbar. Vor allem, weil wir uns auch eine nicht gerade zuverlässige Reisemethode ausgesucht haben. Seit Mt. Manganui sind wir nämlich mit Schild und Ausdauer bewaffnet, als Tramper unterwegs. Beschweren können wir uns allerdings wirklich nicht, da wir bis jetzt nur Glück hatten. Das längste was wir bis jetzt warten mussten, waren vielleicht gerade mal 25 Minuten und das war eigentlich schon fast die Ausnahme. Auch die Leute, mit denen wir mitgefahren sind, waren bis jetzt alle super nett. Fast immer haben sie uns weitergefahren, als sie eigentlich gemusst hätten, nach Rotorua hat der junge Fahrer  gleich 40 km mehr auf sich genommen und ist dann gleich noch mit uns mit, die Stadt erkunden gegangen und der ältere Herr von Taupo nach Wellington (was immerhin eine Strecke von fast 300km ist) hat uns auf dem Weg einfach noch ein paar wunderschöne Ecken, unberührter Natur gezeigt, die du als normaler Tourist gar nicht sehen würdest. Wir haben uns echt gefragt, wann dieses Glück, dass wir bis jetzt mit allem hatten, mal aufgebraucht ist. In Wellington haben wir auch spontan noch eine Gelegenheit zum Couchsurfen gefunden. Ein wirklich super netter junger Student hat uns für eine Nacht bei sich aufgenommen und wir konnten auch gleich ein paar seiner Freunde kennenlernen, da er an dem Abend bei sich ein Barbecue gegeben hat. Leider waren wir von den letzten Tagen echt so erschöpft, dass wir nicht mehr wirklich in der Lage waren und noch wirklich in die Gruppe zu integrieren und sind dann lieber schlafen gegangen, als noch mit Feiern. Was allerdings echt ein bisschen schade war, aber irgendwann braucht der Körper auch mal Ruhe. Wo wir nächste Nacht schlafen ist noch etwas ungewiss. Vielleicht bei Familie von Zen und wenn nicht, dann in einem Hostel. Am Montag geht es jedenfalls mit der Fähre auf die Südinsel, wo wir dann versuchen werden, entweder noch einen weiteren Reisepartner zu finden oder uns für die nächsten 2 Wochen ein Auto zu mieten, da gerade die Westküste schwer ohne ein eigenes Gefährt zu erkunden ist. Soweit von mir.

Bilder aus Piha und Whangarei

Samstag, 09.02.2013

die wunderschöne Aussicht auf Piha genießen das coolste Hostel allerzeiten die erste Surfstunde kann kommen unser schönster Wasserfall verdiente Abkühlung nach dem Joggen mit Iida am Strand zuschauen, wie die Sonne im Meer versinkt Sandy Bay, Surf Competition ebenfalls

On the Road NZ

Montag, 04.02.2013

Nach zwei wirklich tollen Wochen in Piha, in denen das schöne Wetter  und einige tollen Erlebnissen, dank ein paar einheimischen Surferfreunden, unsere Maßstäbe schon ziemlich hoch gesetzt haben, ging es nun für Iida (eine Finnin mit der ich in Piha im Hostel gearbeitet hab) und mich los, Neuseeland ein bisschen besser zu erkunden. Zunächst sind wir übers Wochenende noch hoch in den Norden nach Whangarei gefahren, weil dort einer unserer Freunde eine Surfing competition hatte und wir uns diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen wollten. Noch dazu hieß es für uns freie Unterkunft in einem Haus seiner Freunde und freier Transport zurück nach Auckland, wo wir unsere letzte Nacht dann auch in seinem Apartment schlafen konnten. Es ist echt ein großer Vorteil, ganz am Anfang ein paar Locals kennenzulernen. Nun sind wir allerdings wieder auf uns alleine gestellt, aber ich muss sagen, ich genieße es echt jetzt eine Reisebegleitung zu haben, denn wir werden wahrscheinlich den Großteil der Zeit gemeinsam bestreiten, wenn wir uns nicht irgendwann zu sehr auf die Nerven gehen, was allerdings wohl eher nicht passieren wird. Unser „Plan“ ist jetzt also so schnell wie möglich einige sehenswürdige Städte auf der Nordinsel abzuklappern, sodass wir dann genug Zeit haben, um die uns so vorgeschwärmte Schönheit der Südinsel zu genießen. Also ihr könnt euch auf die nächsten Einträge freuen.

Allerliebste Grüße aus dem weitentfernten Neuseeland J

Entspannen in Neuseeland

Donnerstag, 31.01.2013

Da ich ja jetzt schon wieder fast eine Woche hier bin, hab ich mir gedacht, es wird Zeit mal wieder ein bisschen zu berichten. Nachdem es am Flughafen in Fiji zunächst einige Schwierikeiten gegeben hat, ich musste mir noch ein Ausreiseticket aus NS kaufen, da mich der nette Herr am Schalter sonst nicht hätte fliegen lassen, bin ich dann erstaunlicher Weise super pünktlich in Auckland gelandet. Dort wurde ich am Flughafen freundlicher Weise von Laras Cousin empfangen, der hier gerade ein Praktikum macht und mit dem ich mich vorher in Verbindung gesetzt hatte. Er begleitete mich dann auch noch zu einem Hostel (alleine hätte ich das nie gefunden) und Abends noch zum Essen und zum Supermarkt. Nochmal Danke dafür!! 

Am nächsten Morgen habe ich mich dann erstmal ganz früh mit dem Bestizer des Hostels in Verbindung gesetzt, wo ich ja erstmal die nächsten paar Wochen wohnen und arbeiten werde, um herauszufinden, wie ich denn dort am Besten hinkomme, da keine öffentlichen Verkehrsmittel so weit rausfahren. Ich hatte Glück, denn er wollte gegen Mittag eh in die Stadt fahren und so haben wir uns dann nach einer kurzen Zugfahrt zum nächstgelegensten Bahnhof getroffen. Nach kurzem Einkauf ging es dann auch gleich raus in das kleine Paradies. Piha Beach, ein abgeschiedenes Örtchen direkt am Strand (wie der Name ja schon sagt). Beste Bedingungen zum Surfen lernen (meinen ersten Versuch habe ich schon hinter mir), gegen Mittag dann auch meist schönstes Sommerwetter und umgeben von unglaublich schöner Natur. Meine Aufgaben im Hostel sind eigentlich nur das Haus sauberzuhalten und wenn Zeit ist, Gartenarbeit. Dies dauert meist höchstens 3 Stunden und ich hab Hilfe von zwei weiterern Mädels, mit denen ich mich super verstehe und die ebenfalls hier für ihre Unterkunft arbeiten (unter Backbackern auch Woofen genannt vom so genannten WOOFING). Hier werde ich mir jetzt also so zwei bis drei Wochen die Zeit vertreiben, Sport machen, surfen gehen und ein bisschen entspannen bevor ich dann den Endspurt meiner Reise antrete. Ein Monat NS reisen, einen Monat Australien, einen Monat Thailand und dann ist die ganze Sache auch schon wieder vorbei....wie schnell die Zeit doch vergeht. Drum möcht ich hier auch noch ein kleines Weilchen bleiben, denn ich hab das Gefühl, sobald ich hier losfahre, läuft mir die Zeit nur so davon. Aber so ist das eben mit dem Reisen. 

Weitere Lageberichte und Bilder folgen!!

 

P.S. Ich entschuldige mich hiermit inständig über vielleicht, teilweise vorkommende Rechtschreibfehler meinerseits, über die sich die eine oder andere Person schon beschwehrte! :) Es tut mir außerordentlich Leid!! 

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